Saalfelder Feengrotte „Märchendom“ Foto by Matthias Frank Schmidt
Jetzt geht es in Thüringen wieder mal um die Wurst. Die Thüringer Bratwurst ist weltbekannt. Doch diesmal geht es um eine andere Form der Wertschätzung: um das, was die Natur geschaffen hat – und um das, was Menschen daraus über Generationen gemacht haben. Die Saalfelder Feengrotten, sind erstmals für die Wahl zum „Naturwunder des Jahres 2026“ von der Sielmann Stiftung nominiert. Und ab jetzt zählt jede Stimme für diesen ganz besonderen Ort.
Bis zum 27. September kann jeder online seine Stimme abgeben.
Neun außergewöhnliche Natur- und Geotope stehen zur Wahl. Die Feengrotten gehören dazu und wer diesen Ort kennt, weiß, warum.
Und jetzt kommt es auf jede, auf Ihre Stimme an:
Hier gehts zur Stimmabgabe für die Feengrotte
Mehr als 20 Millionen Besucher haben die Feengrotten seit ihrer Eröffnung als Schaubergwerk im Jahr 1914 erlebt. Damit gehören sie zu den bekanntesten touristischen Zielen Thüringens – und sind längst ein Magnet für Saalfeld und die gesamte Region.
Der Weg in eine andere Zeit
Doch der Rundgang beginnt nicht mit den berühmten Tropfsteinen. Schon der Eingang stimmt auf das ein, was gleich kommt. Eine Glocke markiert den Beginn der Führung. Dann geht es hinein in einen schmalen, aus dem Fels gehauenen Gang. Kaum breit genug, dass zwei Menschen bequem nebeneinander gehen können. Rund hundert Meter führt dieser Weg zunächst geradewegs in den Berg.

Am Grotteneingang der Feengrotten – Florian Trykowski

Barbarastollen der Feengrotten – Florian Trykowski
Es ist ein erstaunlicher Übergang. Draußen noch Tageslicht, Verkehr und Gegenwart – hier drinnen plötzlich Stille, gedämpfte Geräusche und eine gleichmäßig kühle Luft. Dazu erklingt der traditionelle Bergmannsgruß als Lied: „Glück auf!“ Man wird unwillkürlich zurückversetzt. Nicht nur ein paar Meter unter die Erde, sondern ein Stück weit auch in eine andere Zeit.

„Und dann offenbart sich der atemberaubende Anblick. Das erste Szenario liegt vor einem. Die engen Gänge weiten sich, aus dem Stollen wird eine unterirdische Welt. Und genau hier teilt sich auch der Weg.“
Blick in den langen Gang – Matthias Kaiser
Rechter Hand geht es zu den Naturheilstollen. Die Bedingungen, die tief unter der Erde ganz natürlich herrschen, sind außergewöhnlich: eine gleichmäßig kühle Temperatur, eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und eine besonders reine, pollen- und staubarme Luft. Dieses besondere Mikroklima bildet die Grundlage für den Heilstollenbetrieb.

Durchatmen – Matthias Frank Schmidt

Emanatorium – Matthias Frank Schmidt
Die beiden anderen Wege führen hinein in das Schaubergwerk – dorthin, wo die Geschichte des Bergbaus und die farbenprächtige Welt der Feengrotten beginnt. So stehen hier unmittelbar nebeneinander zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse: die Ruhe und das besondere Klima des Heilstollens – und die Geschichte und Schönheit des alten Bergwerks.
Und beides gehört zu diesem Ort. Hier geht es nicht um spektakuläre Effekte. Im Gegenteil. Man sitzt, atmet und wird automatisch entspannter, man entschleunigt ganz im Sinne von Longevity und Co. Das passt zum gesundheitstouristischen Konzept der Stadt Saalfeld: Natur, Ruhe, Bewegung und besondere klimatische Bedingungen werden miteinander verbunden. Eine weitere Entwicklung eröffnet Saalfeld zusätzliche Perspektiven: Direkt im Quellenhaus an den Feengrotten hat ein Unternehmen mit internationalen Kontakten in den Sport- und Medizinbereich seine Therapieräume eingerichtet und agiert von hier aus. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt es sich mit Verfahren aus dem Bereich der Frequenzanwendungen und gilt als einer der Piloten in Deutschland. Zum System gehören BMS-Anwendungen, Biophotonen und ein Bio-Energiefeld, die in unterschiedlichen Anwendungen miteinander verbunden werden.
So könnte rund um die Feengrotten ein Netzwerk entstehen, das Natur, Heilstollen, Gesundheit, Sport und internationalen Austausch miteinander verbindet – und Saalfeld über die touristische Bedeutung der Feengrotten hinaus als Gesundheitsstandort stärkt.Damit treffen hier zwei unterschiedliche Ansätze aufeinander: Auf der einen Seite technische Anwendungen, die mit Frequenzen und Licht arbeiten, auf der anderen Seite ein Ort, an dem die natürlichen Bedingungen seit jeher vorhanden sind. Die Feengrotten sind dabei kein künstlich geschaffenes Wellnessangebot.
Der Berg selbst liefert die Voraussetzungen. Und genau das macht den Ort so besonders. Erst danach führt der Weg hinein in die eigentliche Welt der Feengrotten.
Wo Bergleute nach Schätzen suchten
Was heute wie eine märchenhafte Unterwelt wirkt, begann mit harter Arbeit. In der ehemaligen Grube „Jeremias Glück“ (1544 bis 1850) wurde Alaunschiefer abgebaut. Die Bergleute suchten nach Bodenschätzen und schufen dabei die unterirdischen Hohlräume, die später durch natürliche Prozesse ihre außergewöhnlichen Formen und Farben entwickelten.
1914 wurde die Anlage als Schaubergwerk eröffnet.
Heute führt der Rundgang über rund 550 Meter durch die unterirdische Welt. Und die Geschichte der Bergleute ist dabei allgegenwärtig. Dazu gehört der bereits genannte der traditionelle Bergmannsgruß „Glück auf“
Dann wird aus dem alten Bergwerk eine faszinierende Naturkulisse. Mineralien, Tropfsteinformationen und Sintergebilde leuchten in einer Farbenvielfalt, die ihresgleichen sucht. Dafür haben die Feengrotten einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhalten und gelten als die „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“.
Der Berg bleibt nicht bei den Feengrotten stehen
Wer verstehen möchte, was hier eigentlich passiert ist, sollte anschließend auch das Bergbaumuseum besuchen.
Dort wird die Geschichte des Bergbaus nicht einfach hinter Glas gestellt. Moderne Technik macht anschaulich, wie Bergleute früher in die Tiefe vorgedrungen sind, welche Mineralien sie fanden und wie sich der Bergbau über die Jahrhunderte entwickelt hat. So wird aus dem Ausflug in die Feengrotten eine Reise durch die Geschichte der Erde, der Mineralien und der Menschen, die versucht haben, diese Schätze aus dem Berg zu holen. Das macht den Besuch besonders: Hier liegen Natur, Bergbaugeschichte, Wissenschaft und Tourismus unmittelbar nebeneinander.
Ein Ort, an dem sogar geheiratet wird
Dass die Feengrotten längst mehr sind als ein klassisches Ausflugsziel, zeigen auch die Veranstaltungen. Beim Feenfest wird der Park zur märchenhaften Erlebniswelt, im Herbst folgt mit Feelloween ein ganz anderes, mystisches Programm. Und im Märchendom können sich Paare sogar standesamtlich trauen lassen.

Romantik unter Tage – Matthias Frank Schmidt

Erlebniswelt Saalfelder Feengrotten
Das ist vielleicht typisch für diesen Ort: Der Berg kann gleichzeitig Museum, Naturerlebnis, Heilstollen, Veranstaltungsort und romantische Kulisse sein. Und trotzdem bleibt er vor allem eines: ein Stück echter Natur- und Bergbaugeschichte.

Lichtshow Märchendom – Erlebniswelt Saalfelder Feengrotten

Feenfest – Erlebniswelt Saalfelder Feengrotten
Die Feengrotten sind für das „Naturwunder des Jahres 2026“ der Sielmann Stiftung nominiert.
Wer findet, dass dieses außergewöhnliche Stück Thüringen diese Auszeichnung verdient, kann noch bis zum 27. September 2026 seine Stimme abgeben.
Für die Feengrotten. Für Saalfeld. Und für ein Naturwunder, das man nicht nur anschauen, sondern tatsächlich erleben kann.
Gefällt Ihnen dieser Ort als „Naturwunder“? Dann stimmen Sie mit ab: Hier gehts zur Stimmabgabe für die Fengrotte.
Informationen zur Schaugrotte und zum Heilstollen: www.feengrotten.de
Michael Huppertz, Redaktion Zina24.de
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