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Strategie ohne Maske – Moskaus Militärs legen ihre Karten auf den Tisch

Selten gibt es einen so direkten Einblick in die Denkweise der russischen Machteliten. Die Eurasien Gesellschaft und die Zeitschrift WeltTrends luden zur Vorstellung der auf Deutsch erschienenen Studie „Von der passiven zur aktiven Abschreckung – Russlands neue Sicherheits- und Geopolitik“.

Verfasst wurde das Dossier von drei prominenten Autoren: Dmitri Trenin, Direktor des Instituts für Globale Militärökonomie, Sergei Karaganow, einer der führenden Strategen der Moskauer Higher School of Economics, sowie Admiral Sergej Awakjanz, langjähriger Oberbefehlshaber der russischen Pazifikflotte. Adressat des Textes ist niemand Geringerer als der russische Präsident selbst – ursprünglich war die Studie als internes Papier gedacht.

Vorgestellt wurde die Publikation von Dr. Siegfried Fischer, Mitbegründer des Berliner Instituts für Transatlantische Sicherheit. In den anschließenden Kommentaren von Alexander Rahr und Dr. Alexander Neu (Eurasien Gesellschaft) wurden zentrale Passagen eingeordnet und auf die aktuelle geopolitische Lage bezogen.

Gerade heute gewinnt die Lektüre Brisanz: Wer wissen will, wie das Eindringen russischer Flugzeuge in fremde Lufträume in Moskau strategisch bewertet wird, findet hier die gedankliche Folie. Gleichzeitig lassen sich zwischen den Zeilen Passagen lesen, die – bei aller Härte der Rhetorik – auch einen Ruf nach Diplomatie und friedlicher Koexistenz erahnen lassen. (Hier geht es zur Buchbesprechung: Link)

Die lebhafte Diskussion mit dem Publikum machte deutlich: Dieses Dokument ist mehr als nur eine weitere Analyse im Bücherregal – es eröffnet den Blick auf die sicherheitspolitischen Leitlinien Moskaus, die in Deutschland bislang kaum zur Kenntnis genommen wurden.

Die Moderation übernahm Kai Kleinwächter, Verlagsleiter des WeltTrends Verlages in Potsdam.

Information Verlag: https://welttrends.de

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