Wir schreiben das Jahr 1959, 14 Jahre nach Kriegsende.
In dieser Zeit lässt Schriftsteller Max Annas seine Roman Protagonisten spielen – eine Welt, in der Hakenkreuze wieder an Wänden auftauchen, in der Morde begangen werden und schließlich ihre Aufklärung finden, in der alte Nazis plötzlich in neuen Rollen auftreten und sogar die Kurie ihre Schatten wirft. Annas macht Lust auf mehr Lesen, denn er verbindet Krimispannung mit einem unbestechlichen Blick auf die junge Bundesrepublik.
Auf Einladung des Vereins Westwind – Wir Nordrhein-Westfalen in Berlin e.V. las Max Annas in der Landesvertretung NRW in Berlin aus seinem neuen Roman Tanz im Dunkel. Durch den Abend führte Vorstandsmitglied und Kulturschaffender Hans Henner Becker, der die Lesung moderierte und die politischen wie historischen Linien nachzeichnete.
Die Veranstaltung wurde von Michael Huppertz aufgezeichnet. So bleibt ein literarisches Zeitdokument erhalten, das weit über die Lesung hinaus wirkt: Annas’ Geschichte vom Jahr 1959 ist mehr als nur Rückblick – sie ist auch ein Spiegel für heutige Fragen nach Schuld, Verdrängung und dem langen Nachhall der Vergangenheit.












